Lackierung

Der Lack ist ab ...

.... und das ist die Folge vom Spieltrieb. Die Farbe ist an den Kanten und erhabenen Stellen abgegriffen, bzw. das Gehäuse ist zerkratzt. Die Loks und Wagen sehen dann einfach nicht mehr schön aus. Da hilft nur eins: neu lackieren. Ich baue meine Loks dann auseinander und entferne die Kunststoffteile (Lichtlinsensätze) aus den Gehäusen. Das zerkratzte Teil kommt dann über Nacht in ein Nitro-Bad. Nach einer gewissen Zeit hat sich der alte Lack gelöst und kann mit einem Borstenpinsel auch aus den kleinen Ritzen entfernt werden. Anschließend wird das Gehäuse noch mit Wundbenzin gesäubert.

Lackierplatz

Früher habe ich fast alles mit der Sprühdose lackiert. Bei den Gußteilen war das auch kein großes Problem, denn sie sind unempfindlich gegen Lösungsmittel. Zufriedenstellend war das Ergebnis aber auch nicht immer.  Schwieriger wurde es natürlich bei Kunststoff. Das Lösungsmittel der Farben greift die Oberfläche an und wenn mal was daneben ging.... mit Nitro mal eben wieder entfernen is nicht. Da löst sich nicht nur die Farbe sondern auch der Kunststoff auf. Außerdem brauchte ich eine Menge an verschiedenen Farben.
Wesentlich besser (und auf die Dauer billiger) geht’s mit Airbrush. Hat zwar ‘n bissel gedauert, bis ich mich damit angefreundet habe, aber mittlerweile geht’s recht gut. Ein altes Regal umgebaut, unten der Kompressor mit den zwei Pistolen und diversen Gefäßen und Farben, oben der Lackierplatz (mit einem Plastikgehäuse einer “Donnerbüchse”, frisch lackiert). In den Filmdosen vor dem Kompressor sind gemischte Farben enthalten. Den Standard-Kompressor habe ich mir inzwischen ein bißchen verbessert: Um die Kolbenschläge im Luftstrom zu vermeiden habe ich mir eine 3-Liter-PET-Flasche als Druckbehälter angeschlossen (erstaunlich was die Flaschen aushalten!) und einen Durchflußregler mit zusätzlichem Wasserabscheider zwischen Druckbehälter und Pistole gebaut.

Alle Lackierarbeiten an Modellen erfolgen ausschließlich per Airbrush. Ich habe lange gesucht und probiert und bin schließlich bei einem Anbieter hängengeblieben: “ArtEtoile”. Die FineTune Airbrushes dieses Anbieters bieten eine Qualität, die sonst nur bei wesentlich teureren Airbrushes zu finden ist. Ein fantastisches Preis-Leistungs-Verhältnis. Meine zweite Pistole ist eine Kager 1601, die jedoch auf Dauer keine Nitro-basierten Farben verträgt. Aber wegen der 0,2mm Düse benutze ich sie sehr gerne. Damit lasen sich sehr feine Lackierarbeiten bewerkstelligen.

Ein Grundsortiment an Standardfarben (Reinweiß, Schwarz, Feuerrot, Gelb, Grün.... jeweils mit RAL-Nummer) reicht mir aus, um alle anderen benötigten Farbtöne entweder nach dem Original oder nach einer Vorlage zu mischen. Mittlerweile verfüge ich über eine Liste mit den RAL-Nummern der Farben, die für die einzelnen Maschinen und Waggons der DR / DB verwendet wurden, so daß ich sie originalgetreu lackieren kann. Trix (und andere Hersteller auch) hat sich aber nicht immer an die Originalfarbgebung der DB / DR gehalten, ich verwende jedoch möglichst die vorbildgetreuen Farben.

So kam z.B. diese Märklin-Lok bei mir an: Ein typischer “Dachbodenfund”.

... und so habe ich sie wieder zurück geschickt.

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