Achslagerdeckel

Die Achslagerdeckel der BR42 sind ebenso dem Verschleiß ausgesetzt, wie die Lagerschalen der BR42. Wenn diese schon ausgebuchst wurden, um so mehr, denn sie müssen die gleichen Kräfte aufnehmen. und immer ist es das schwächste Glied einer Kette, das nachgibt. Als neues oder neuwertiges Ersatzteil sind die Platten mittlerweile nur noch schwer zu bekommen, und wenn, dann nur zu entsprechenden Preisen. Außerdem würden sie über kurz oder lang bei einer ausgebuchsten Lok wieder Schaden nehmen.

Zum Vergleich:
Die obere Lagerplatte ist intakt
Die untere war von meiner defekten 42er. Deutlich zu sehen, wie die Achsen gearbeitet haben. Der Zustand der Lagerplatte ist ein eindeutiger Hinweis auf den Zustand der Lagerschalen und damit ein guter Indikator für den Gesamtzustand der Lok! Diese Platte sollte man sich vor dem Kauf einer 42er unbedingt ansehen. Wenn da Riefen zu sehen sind... Finger weg, oder ausbuchsen lassen.

Schaut man sich den Ausschnitt aus dem Bild links mal genauer an, wird deutlich, daß diese Platte nicht mehr verwendet werden kann. Hier hat sich die Achse deutlich eingearbeitet.

Auch hier ist der Verschleiß nicht zu übersehen. Die Achsen haben ihre Spuren hinterlassen.
Diese Stellen habe ich 0,6mm tief ausgefräst und ein Messingplättchen eingepaßt. Nach dem Planfräsen noch polieren und die Lagerplatte ist wieder verwendbar. Hier ist zur Verdeutlichung nur eine Reparaturstelle abgebildet. Die anderen beiden Stellen mußten natürlich auch noch gemacht werden.

Der fertige Lagerdeckel. Alle 5 angegriffenen Stellen sind mit Messingplättchen ausgeglichen. Damit ist die Platte wieder voll einsetzbar und dauerhaft den Kräften gewachsen.

[Home] [Impressum] [Tips&Trix] [Hinweise] [Kontakt] [Gästebuch]