Alternative zum Perma-Motor

Zur Zeit gibt’s nur eine Alternative zum alten Perma-Motor: den Mabuchi ff 180ph. Die technischen Daten entsprechen ungefähr denen des Perma-Motors, er läuft aber schon bei 0,5 Volt (unbelastet) an und verträgt problemlos 15 Volt. 

Mabuchi ff 180ph: techn. Daten

Modell

 

Freilauf

max. Belastung

 

U

U/min

A

U/min

A

mN·m

W

FF-180PH

10320

0,5-15

8500

0,10

7200

0,52

0,69

6,2

Die technischen Daten, die ich im Internet gefunden habe ...

Der Motor glänzt durch eine gute Regelbarkeit, hohe Laufruhe und ordentliche Leistung. Er läßt sich auch problemlos mit Digitaldecodern betreiben und ist auch damit wesentlich leiser, als der Perma-Motor. In Kombination mit für jede Lok angepasste Schwungmassen garantiert er fantastische Laufruhe bei fast gleicher Zugkraft und Schonung von Mechanik und Getriebe. Dies vor allem bei großen Dampfloks.
Mittlerweile ist der Motor leider nicht mehr erhältlich. Ich habe mir aber einen recht ordentlichen Vorrat angelegt, so daß ich noch Umbauten durchführen kann. Einzelne Motoren gebe ich nicht mehr ab, weil ich diese später dann zu überhöhten Preisen in div. Auktionen wiedergefunden habe. Wer aber eine Lok in Eigenleistung umbauen will, kann gerne nach einem entsprechenden Umbausatz fragen.

Immer wieder kam es zu Diskussionen über die (angeblich) deutlich unterschiedlichen Drehzahlen von Perma- und Mabuchi-Motoren. Da waren z.T Angaben -woher die auch immer kamen- von bis zu 15.000 Umdrehungen pro Minute bei 12 Volt beim Mabuchi-Motor. Um es vorweg zu nehmen: Ich halte das für utopisch.
Besonders beim Getriebeumbau auf einigermaßen NEM-gerechte Geschwindigkeiten spielt dieser Faktor aber  eine große Rolle.
Es ist ja ein nicht unerheblicher Unterschied, ob ich  von 8.000 oder 15.000 Umdrehungen ausgehen muß.

Ich habe hier noch ca. 300 Mabuchis unterschiedlicher Chargen liegen, erkennbar an den Bezeichnungen unterhalb der "ff 180ph" Beschriftung. Davon habe ich mir willkürlich mal 10 Stück genommen und mit unterschiedlichen  Schwungmassen versehen.

Von diversen Umbauten aus der jüngeren Vergangenheit habe ich 5 Perma-Motoren ebenfalls mit einer Schwungmasse ausgestattet.

Mit einem  Laser-Tachometer, eingestellt auf RPM und einem Streifen reflektierender Folie auf den Schwungmassen habe ich bei allen Motoren die Drehzahl gemessen. Vorher habe ich natürlich die Messgenauigkeit des Gerätes an meiner Drehbank, die mit einer digitalen Drehzahlanzeige der Spindelwelle ausgestattet ist, überprüft. Es zeigten sich Abweichungen von max. 5 U/min bei 1075 an der Drehbank angezeigten Spindelumdrehungen -> 1070-1080, das entspricht der im Datenblatt des Messgerätes angegebenen  Toleranz.

Bei den Perma-Motoren hatte ich Ergebnisse zwischen 7100 und 7500 Umdrehungen pro Minute.
Bei den Mabuchis ergaben sich Werte zwischen 7250 und 7700 Umdrehungen.

Die Unterschiede sind also keineswegs so immens, wie angenommen und eigentlich vernachlässigbar.

Zur Verdeutlichung habe ich mal je eine Messung bei Perma- und Mabuchi-Motor fotografiert.

Mabuchi-Motor

Mabuchi-Motor im Test

Perma-Motor

Perma-Motor im Test

Die Bilder zeigen zwei zufällig ausgewählte Motoren bei  der Messung, beide eher im unteren Drehzahlbereich angesiedelt. Es war  gar nicht so einfach, die Bilder so zu machen, daß der Laser nicht die ganze Aufnahme gestört hat. Die Messergebnisse sprechen aber für sich.
In Verbindung mit einer von mir neu entwickelten Getriebe-Modifikation -Stichwort: 3-gängige Schnecken- für die BR 01 / BR 18 oder z.B. auch für die E50, überzeugt der Mabuchi-Motor durch seine Laufruhe und verbesserten Zugleistung der Loks.

Einige Anwendungsbeispiele:

Der Mabuchi FF 180ph ist in jeder Lok von Trix Express oder Trix International verwendbar. Er läßt sich problemlos einbauen, da er (fast) die gleichen Abmessungen wie der Perma-Motor hat. Zusätzlich lassen sich die meisten Loks noch mit einer Schwungmasse ausrüsten, was die Laufeigenschaften wesentlich verbessert und (-gerade bei der BR42 und BR01/BR18 ist das wichtig!) die Mechanik schont, da die Lastwechsel nicht mehr so heftig ausfallen, wie beim Perma-Motor. Durch Veränderung der Getriebeübersetzung verlieren die Loks auch ihren “Renncharakter” Eine so umgebaute BR80/V36 bekommt somit endlich Rangiereigenschaften und bei der BR24 / BR64 reduziert sich die Höchstgeschwindigkeit auf ein annähernd maßstabsgetreues Niveau. Ausserdem laufen die Loks auch wesentlich leiser.

Der alte Perma-Motor in einer V36 ...

Mabuchi-Motor im Rahmen einer BR42

Mabuchi-Motor mit Schwungmasse in einer BR42 ...

Durch diesen Umbau gehen Lastwechsel durch Stromunterbrechungen nicht mehr zu Lasten der empfindlichen Mechanik. Die Lager des Getriebes werden geschützt. Sind sie bereits ausgeschlagen hilft nur noch Ausbuchsen.

Mabuchi-Motor im Rahmen einer BR80

Mabuchi-Motor ohne Schwungmasse in einer BR80.
In diesem Bild noch ohne Schwungmasse, mittlerweile ist der Umbausatz verbessert und hat ebenfalls eine Schwungmasse.

Mabuchi-Motor im Rahmen einer V36

... und der Mabuchi-Motor mit Schwungmasse.

BR01-BR1802

... und in einer BR01.

VT98 1002

Der VT98 ist ein sehr gutes Objekt für den Einsatz des Motors. Mit dem Riemenantrieb läuft er sehr leise -man hört nur noch die Geräusche der Räder auf den Schienen- und die Geschwindigkeit ist durch eine Reduzierung der Getriebeübersetzung dem Maßstab angepasst.

V100

Mabuchi-Motor mit Schwungmasse in einer V100.
Hier ist der Umbausatz vor dem Einbau abgebildet. Das Plastik-Plättchen mit den Aussparungen wird benötigt, um eine ebene Unterlage für die Befestigung des Motors im Rahmen zu bekommen. Ist das Getriebe - vor Allem das Zwischenzahnrad aus Kunststoff - in Ordnung, hört man von der Lok fast nichts mehr und sie läßt sich sehr gut regeln. Bei einer 2266 habe ich zusätzlich noch die Getriebeübersetzung von 4:21 auf 2:18 (Schneckengänge : Zähnezahl) reduziert. Das ergibt dann eine erhöhte Zugleistung bei niedrigerer Endgeschwindigkeit. Vier Meter Güterzug auf Trafostellung 1 sind überhaupt kein Problem für die Lok.

V200 mit zwei Motoren

Und hier eine V200 mit zwei Motoren
Zusätzlich sind hier kleinere Antriebszahnräder verbaut, um die Höchstgeschwindigkeit zu senken. Die Lok glänzt durch Laufruhe und eine ordentliche Zugkraft. So lassen sich übrigens alle Drehgestell-Loks umbauen. Alternativ kann hier auch ein Riemenantrieb eingebaut werden.
Weil die Motoren potentialfrei im Rahmen befestigt wurden, sind “Kunstgriffe” wie Magnete drehen oder Ähnliches überflüssig. Es reicht aus, bei einem Motor Plus und Minus zu vertauschen.

Mit diesem Motor lassen sich alle Trix-Loks umrüsten, die mit dem Standard-Perma-Motor ausgerüstet sind. Einzige Ausnahme bilden die neueren Loks, die bereits den Kompakt-Perma-Motor haben. Teilweise läßt sich das Laufverhalten aber auch hier mit einer Schwungmasse verbessern. Bei mir sind alle Loks auf den Mabuchi-Motor umgerüstet und laufen völlig problemlos.
Einige Motoren habe ich noch auf Lager  und biete den Umbau interessierten Trix-Express-Fahrern an. Wer also Interesse hat, kann sich bei mir melden. Mail-Adresse und Telefonnummer findet ihr auf der Seite Kontakt.

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