VT98 - Umbau auf Riemenantrieb
VT98

Der Schienenbus der DB- VT98, oder auch als Knochenrappler bezeichnet. Als Kind bin ich damit öfters zu meinen Großeltern gefahren, meist in Begleitung von meinem Opa, von dem auch der o.g. Ausdruck stammt. Ich kann mich an die Zeit noch gut zurück erinnern und hab auch noch das typische Geräusch des Triebwagens im Ohr. Auch konnte man dem Lkoführer bei seiner Arbeit noch zhuschauen, was ich immer ganz spannend fand.
Ein spartanisch ausgestatteter Bummelzug, der seinem Spitznamen alle Ehre gemacht hat und für dei 40km lange Strecke mehr als 1 1/2 Stunden gebraucht hatte.
Klar, daß der in meiner Sammlung nicht fehlen durfte.Aber im Gegensatz zum “lebenden” Zug, ist die TE-Variante erstens zu schnell (aber das sind wir ja schon gewohnt) und zweitens viel zu laut. Das Plastik-Gehäuse tut sein Übriges dazu. Folgerichtig mußte ein Riemenantrieb her...

VT98  mit Permamotor
Das Motorlager
geöffnetes Getriebe
Aufpressen der Riemenscheibe

Der Originalzustand: der gute alte Perma-Motor war zwar noch in guter Verfassung, aber zu ruppig und flog deshalb raus.

Das Zusatzgewicht ist mit dem Rahmen fest vernietet. Ich wollte es nicht ausbauen, da ich hier eine gute Auflage für den Mabuchi-Motor sah.

Entfernt man die beiden Schrauben, kann man die Getriebewelle leicht rausnehmen. Das Zwischenzahnrad muß vom Getriebedeckel abgeschraubt werden. Mit einem Ritzelabzieher wird anschließend das Zahnrad von der Welle gezogen.

Ritzelabzieher
Platz für die Schwungmasse

Die Riemenscheibe wird aufgepresst, und die Welle wieder ins Lager eingesetzt. Den Deckel habe ich um 180° gedreht, weil ich so mehr Spielraum für Riemenscheibe und Antriebsriemen habe. Für die Schwungmasse brauchte ich Platz. Dafür habe ich das Gewicht entsprechend ausgefräst. Das Plastikplättchen dient der besseren Verklebung des Motors.

Einstellschraube

Vor dem Einbau des Mabuchi-Motors muß die Einstellschraube vom alten Perma-Motor noch zurückgedreht werden. Diese Schraube sitzt unter dem Außenschleifer der Lok (siehe Pfeil), der dafür abgeschraubt werden muß. Die Räder der zweiten mitlaufenden Achse haben noch Haftreifen bekommen, so entstehen fast keine Laufgeräusche vom Fahrwerk mehr.

VT98 Umbau

Der Motor mit Schwungmasse ist eingebaut und verdrahtet, ebenso die Beleuchtung.
Da ich in meinen Kindertagen nur selten einen Zug mit Beiwagen gesehen habe - oft war es nur der Triebwagen auf dieser Nebenstrecke, manchmal mit einem gedeckten Güterwagen im Schlepptau - habe ich die Beleuchtung des Beiwagens in den Motorwagen gebaut und den Beiwagen auf’s Abstellgleis gestellt. Der VT98 hat jetzt Laufkultur und ist wesentlich leiser als vorher.

[Home] [Impressum] [Tips&Trix] [Hinweise] [Kontakt] [Gästebuch]